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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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demüthiget hast, und bitten Dich, unsern einigen Gerechtmacher und Helfer, Du wollest bei uns bleiben, im rechten Glauben und christ­lichen Leben Dein Volk regieren und erhalten und uns Alle durch Deinen heiligen Geist bewahren, daß wir uns jetzt an Deiner Niedrig­keit nicht ärgern, noch alsdann vor Deiner Majestät erschrecken, wenn Du in den Wolken kommen wirst. Amen. Vater Unser.

Montag nach dem 1. Advent.

Mel.: Nun komm der Heiden Heiland.

Gott sei Dank durch alle Welt, Der Sein Wort beständig hält Und der Sünder Trost und Rath Zu uns hergesendet hat.

Was der alten Väter Schaar Höchster Wunsch und Sehnen war, Und was sie geprophezeit, Ist erfüllt nach Herrlichkeit.

Tritt der Schlangen Kopf entzwei, Daß ich aller Nengsten frei Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugethan.

( Vers 1, 2 und 8 aus: Gott sei Dant.)

1 Moje 3, 1-15.

Und die Schlange war listiger, denn alle Thiere auf dem Selde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, follte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht effen von allerlei Bäumen im Garten? Da sprach das Weib zu der Schlange: wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baums mitten im Garten bat Gott gesagt: Effet nicht davon, rühret es auch nicht an, daß ihr nicht sterbet. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mit nichten des Todes sterben; sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon effet, fo werden eure Augen aufgethan, und werdet sein wie Gott, und wissen, was gut und böse ist. Und das Weib schauete an, daß von dem Baum gut zu essen wåre, und lieblich anzusehen, daß es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und nahm von der Frucht, und, und gab ihrem Manne auch davon, und er. Da wurden ihrer beider Augen aufgethan, und wurden gewahr, daß sie nackend waren; und flochten Seigen­blätter zusammen, und machten ihnen Schürzen. Und sie höreten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten ging, da der Tag füble geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des Herrn, unter die Bäume im Garten. Und Gott der Herr rief Adam, und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörete deine Stimme im Garten, und fürchtete mich, denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer bat dir's gesagt, daß du nackend bist? Hast du nicht gegeffen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach

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