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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von Joseph Frey. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Belehrungen.

trunken von hl. Freude mit David rufen: Herr ein Tag in deinem Hause zugebracht, ist besser, al tausende in den Häusern der Sünder! Was wünsch ich im Himmel, und was verlange ich auf Erden außer dir?"( pf. LXXXIII, 11. LXXII, 25.)

Solltest du aber gar glauben, das Gebet fe etwas dich Erniedrigendes, deiner Unwürdiges, so wäre dies nur ein trauriger Beweis einer grenzen lofen Begriffsverwirrung. Ist denn Gott nich dein höchster Herr und Gebieter, dein Seligmache und künftiger Richter? Ist er nicht der Herr der Heerschaaren, dem tausendmal Tausende dienen, und vor dem zehntausendmal Hunderttausende stehen!

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ft er nicht die unendliche Majestät, vor der di Fürsten des Himmels ihr Angesicht verhüllen, un die Großen der Erde sind, als wären sie nicht Und was ist das Gebet anders, als eine Unterhal tung mit diesem unendlich großen Gott, eine Erhe bung des Herzens zu ihm? Und du solltest did schämen, mit diesem Gotte zu sprechen? Was bi du denn, daß du dich dazu nicht herablassen willst daß du dich fürchtest, dein Ansehen zu verlierer wenn du dich vor ihm verdemüthigst? schwacher, elender Mensch bist du, unvermögen aus dir auch nur Einen guten, Einen vernünftige Gedanken zu haben; ein Spielball der Laune, er elender Sklave der niedrigsten Leidenschaften, Sammelplatz efelhafter Krankheiten, eine Beute de Fäulniß und eine Speise der Würmer. Siehst d es nicht ein, daß du es dir zur höchsten Ehre a rechnen solltest, mit Gott sprechen zu dürfen; do du weit höher stehst und glücklicher bist, als al Höflinge, die aus Gnade an den Höfen irdisch Könige zugelassen werden?- Gerade durch de Gebet erkennst du deine wahre Würde; denn erkennst dich als Unterthan nicht eines Mensche sondern des höchsten Herrn, als Erben des Himme