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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von Joseph Frey. Mit bischöfl. Approbation
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Worin der studirende Jüngling sich üben soll.

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und Miterben Jesu Christi. Wenn du betest, stehst du am Throne des Allmächtigen, erhaben über die Geschöpfe, die zu deinen Füßen sind; wenn du be­teft, vergisfest du dein Jch, und Gott ist dein Le­ben, seine Wahrheit dein Licht," sein Wille dein Gesek; wenn du betest, stehst du mitten unter den Chören der Hl. Engel und stimmst ein mit ihnen in den Preis und das Lob des Allerhöchsten. Weit entfernt also, dich des andächtigen Gebetes zu schä­men, solltest du dich freuen, und voll aufrichtiger Demuth dem Herrn danken, daß du beten darfst, und er in seiner Majestät sich herabwürdigt, dich anzuhören.

Einige Worte über die Zeit des Gebetes möchten hier gut angebracht sein:

Wann sollst du beten? Morgens. Das Mor­gengebet ist von höchster Wichtigkeit; denn abge­sehen davon, daß es billig ist, die ersten Augenblicke des Tages Gott dem Allerhöchsten durch das Gebet zu weihen, wie dies alle Heiligen gethan haben, und Gott selbst es so ausdrücklich verlangt, mußt du gleich im Anfange des Tages dem Schuße Got­tes dich empfehlen, damit dir den Tag hindurch nichts Böses widerfahre. Dein Seelenfeind geht umher und legt dir Schlingen; tausend Unfälle drohen deinem Leben; denn zeitliches Glück hängt von so vielen Umständen ab; was kann nicht Alles geschehen, bevor der Abend anbricht? Wie vielen Versuchungen kannst du unterliegen? Wie viel Un­heil, dessen Ertragung heldenmüthige Tugend er­heischt, kann über dich kommen? Der hl. Chryso­stomus sagt: Wenn wir des Morgens früh Gott den Herrn durch's Gebet uns günstig machen, so haben wir nichts Feindliches zu fürchten. sollst beten Abends. Hast du den Tag glücklich verlebt, so hast du dem Geber alles Guten dafür zu danken; bist du in Sünden gefallen, so hast du Ur­

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