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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche in den Stadtkirchen zu Leipzig
Entstehung
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Begräbnißlieder.

2. Gott nahm den Freund, den er uns gab; uns dunkt,

er sankt zu früh in's Grab: doch immer ist's die rechte Zeit, wenn Gott, der weise Gott, gebeut.

3. Die reife Frucht wird abgepflückt, wie schön sie auch den Baum geschmückt; so rief Gott aus der Frommen Schaar den ab, der reif zum Himmel

war.

4. Gott rief ihn zu sich in sein Reich; mit diesen Worten tröstet euch! Ein Gast und Fremdling war er hier; er ist daheim, bald folgen wir.

5. Des Frommen Ziel ist nicht das Grab; mit Palmen tauscht er seinen Stab, und dieser Erde Pilgerkleid mit dem Gewand der Herrlichkeit. mig

6. Sein Lebensquell ist nicht versiegt; und was entseelt jest vor uns liegt, der Leib, den wir verweslich'n, wird un­verweslich auferstehn.

7. Du, der uns dieſes Heil erwarb, der für uns lebte, litt und starb, und auferstand, laß, Herr, uns dein im Leben und im Tode seyn!

Bürde.

Mel. Nun laßt uns den( CB. 87.) 673. Wohlan! die Erde

wartet dein, auf thut sie dir dein Kämmerlein; die Hand der Liebe deckt dich zu: sanft sey dein Schlaf und süß die jad Ruh'!

2. Hinab den Thránenblick hinab! der letzte Gruß folgt dir in's Grab. Wir sehn dein Untlik nun nicht mehr, und nie des Pilgers Wiederkehr.

DISC

3. Was sichtbar ist, das nimmt die Zeit, was unsicht. bar, die Ewigkeit. Drum rüh­men wir, trot Zweiflerspott: der Staub zum Staub, der Geist zu Gott!

4. Hinauf den Thrånen. blick, hinauf! nach oben geht der Seelen Lauf. Der Fürst des Lebens brach die Bahn durch Grabestiefen himmelan.

5. Sm Pilgergrab, da er geruht, ruht auch sein Knecht, und ruhet gut. Im Vater­haus, da Christus wohnt, wohnt auch sein Knecht, so hoch belohnt.

6. Heil dir, im feligen Ge­nuß! Heil uns, beim fro­

hen