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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche in den Stadtkirchen zu Leipzig
Entstehung
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Begräbnißlieder.

Macht ist nun dahin! Mag der Leib auch hier verwesen: der Geist lebt fort und wird genesen; den Frommen ist der Tod Gewinn. Was ist's, das an uns stirbt? Was irdisch ist, verdirbt. Mög' es sterben! Ge­lobt sey Gott in Todesnoth: er hilft zum Leben durch den

Tod!

2. Dann ist Alles überwun­den; die Seel' ist ihrer Last entbunden und ewig alles Jam­mers los. Ihre Freuden sind unendlich, ihr Gott wird ihr als Gott recht kenntlich und feine Hoheit göttlich groß. Mit Siegespracht geschmückt, in hohe Wonn' entzückt, jauchzt fie selig vor seinem Thron im höhern Zon: Gelobt sen Gott, gelobt sein Sohn!

3. Sollt' uns noch das Grab anfechten, da Jesus sigt zu Gottes Rechten, der von dem Tod erstanden ist? Unser Haupt kann nicht mehr ster­ben; wie könnt' ein Glied des Herrn verderben? deß, der die Seinen nie vergißt? Drum schreckt mich nicht die Gruft, aus der er einft mich ruft. Jesus lebet und nimmt auch

mich dereinst zu sich. Erlöste Seele, freue dich!

noch treten, mit frohem Dank 4. Ja, du wirst vor Gott den anzubeten, den aller Him­mel Loblied preist! Jesus wird dich mit den Freuden der Aus­erwählten ewig weiden, und du wirst schaun, was er vers heißt. O Grab, was bist du mir? Des rechten Lebens Thur; Himmelspforte! O Herrlich­keit! In Gott erfreut, sing' ich ihm Dank in Ewigkeit.

Eigene Melodie.( CB. 118.) 670. Wenn mein Stünd­lein vorhanden ist, zu fahren meine Straße, so leit' du mich, Herr Jesu Christ, mit Hülf mich nicht verlasse; Herr, meine Seel' an meinem End' befehl' ich dir in deine Hånd', du wirst fie wohl bewahren.

2. Die Sünde wird nich krånken sehr, und das Gewis sen nagen; denn sie ist viel, wie Sand am Meer; doch will ich nicht verzagen, will denken in der letzten Noth, Herr Jesu Christ, an deinen Tod, der wird mich wohl ers halten.

3. J