7. Januar. Abend.
Joh. 1, 29. Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.
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Jesu, mein Erbarmer, zu dir fliehe ich, da nun die finstere Nacht hereinbricht. Ich gedenke an meine Sünden, die ich heute mit Denken, Reden, Wollen und Thun begangen habe. Ich verschweige, ich entschuldige sie nicht, ich bekenne sie von Herzen und bitte um Verzeihung aller, auch meiner verborgenen Fehler Sind aber meine Sünden viel und groß, viel größer ist dein Erbarmen; schreien meine Sünden: Nache! Rache! so schreiet das Blut Jesu: Gnade! Gnade! Ich lege mich vor dein Kreuz nieder und bitte dich: Herr Jesu, laß dein Blut zu meiner Versöhnung auf mich fließen. Du trägst nicht allein meine und der ganzen Welt Sünden, die du auf dich genommen hast, du nimmſt sie auch weg, daß ihrer nimmermehr gedacht werde. Habe Dank, für deine Liebe, für dein Kreuz und deinen Tod. O du Lamm Gottes, reinige mich von meinen Sünden und laß mich deinen Fußstapfen beständig nachfolgen; in deine Unschuld kleide ich mich, in deiner Gerechtigkeit werde ich rein und gerecht, jetzt und in der Stunde meines Todes. Mit diesen Gedanken gehe ich zur Ruhe. Wende Schrecken, Unglück und Schaden von mir ab. In Sündenangst tröste mich: siehe, hier ist Gottes Lamm, das deine Sünde getilgt. In Todesnoth rufe mir zu: siehe, hier ist Gottes Lamm, das dich mit seinem Blut erkauft hat. Wenn ich sündigen will, laß mich gedenken: siehe, da ist Gottes Lamm, willst du das betrüben?
O Lamm Gottes unschuldig,
Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit funden geduldig, Wiewohl du warest verachtet; All Sünd' hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen. Erbarm' dich unser, o Jesu! Amen.


