Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Am 3. und 4. Sonntage in der Fasten

Evangelium am 3. Senntage| die du gesogen haft. Er aber sprach. in der Fasten( Oculi), Sa selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.

Unb

Luc. 11, s. 14- 28. nd er trieb einen Teufel aus, der war slumm; und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme, und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibet die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber ver­nahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm felbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fället über das andere. If denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel ous burch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, bardh wen treiben fie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kömmt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palaft bewahret, so bleibet das Seine mit Frieden; wenn aber ein stärkerer über ihn kömmt, und überwindet ihn, so nimmt er ihm feinen Harnisch, darauf er sich verließ and theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zer­streuet. Wenn der unsaubere Geift von dem Menschen ausfähret, so durch­wandert er diirre

Evangel. am 4. Sonntage in der Fasten( Lätare), Joh. 6, v. 1-15.

und findet ihrer nicht, so ſpricht er: Ich Danach fuhr Sesus weg liber bas

will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wann er fömmt, so findet ers mit Besemen gelehret und geschmüdet. Dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu fich, die ärger sind, denn er selbst; und wenn sie hinein kommen, wohnen fie da, und wird hernach mit dem­felbigen Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volke die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, ber dich getragen hat, und die Brüste,

Meer an der in Galiläa, und es zog ihm viel Volks nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken that. Jesus aber gieng hinauf auf einen Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Feft. Da hub Jesus seine Augen auf, und ftehet, daß viel Volks zu ihm tömmt, und spricht zu Philippo: Wo taufen wir Brod, daß diese effen?( Das sagte er aber, ihn zu versuchen, denn er wußte wohl, was er thun wollte). Philippus antwortete ihm: Zwei­

Epiftel, Ephef. 5, v. 1-9.

o seid nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Chriftus uns geliebet hat, und sich selbst dargegeben für uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, laffet nicht von euch gefaget werden, wie den Heiligen zustehet: auch schandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, son­dern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer noch Unreiner, oder Geiziger( welcher ist ein Gößenbiener), Erbe hat an dem Reiche Christi und Gottes. Laffet euch niemand verführen mit vergeblichen Worten, denn um dieser Willen kömmt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß, nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geistes ift allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.