Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Am 2. Sonntage in der Fasten.

13

tragen, auf daß bu beinen Fuß nicht| Evangel. am 2. Sonntage in an einen Stein stößeft. Da sprach Jesus der Faften( Reminiscere), zu ihm: Wiederum stehet auch geschrie­ben: Du sollt Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führete ihn mit auf

Matth. 15, v. 21-28.

Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit. Und sprach zu ihm: dies alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es ftebet geschrieben: Du sollt anbeten Gott, beinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm.

Epiftel, 2. Cor. 6, b. 1-10. Wir ermahnen aber euch, als Mit­die Gnade Gottes empfahet, denn er spricht: Sch habe dich in der angeneh­men Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Laffet uns aber nie­mand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes, in gro­ßer Geduld, in Tribfalen, in Nöthen, in lengsten, in Schlägen, in Gefäng­niffen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Faften, in Reuschheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freund­lichkeit, in dem heiligen Geiste, in ungefärbter Liebe; in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Geriichte; als die Verführer, und doch wahrhaftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe wir leben; als die Gezlich tigten, und doch nicht ertödtet. Als die Traurigen, aber allezeit fröhlich, als die Armen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben.

nd Jeſus gieng aus von dannen, und entwich und Syden. Und siehe ein Cananäisch Weib gieng aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn David, erbarme dich mein; meine Tochter wird vom Teufel über geplaget. Und er antwortete ihr fein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: ich bin nicht gefandt, denn nur zu den ver­lornen Schaafen von dem Haufe Israel. Sie tam aber, und fiel vor ihm nie­der und sprach: Herr, hilf mir. Aber

er antwortete und sprach: Es ist nicht nicht vergeblich man Kindern ihr nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja Herr, aber doch effen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: D Weib, dein Glaube ist groß, bir geschehe, wie du willt. Und ihre Toch­ter ward gesund zu derselbigen Stunde.

Epistel, 1. Theff. 4, v. 1-7. Meiter, lieben Brilder, bitten wir

euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln, und Gott gefallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter ench wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Luftfeuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ift Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigteit, sondern zur Heiligung.