Advent.
wem thät' ich meine Sorge| hielt an der Erde die bebenden fund?
Gefang'nen fest; Furcht vor des Todes Richterschwerte verschlang der Hoffnung Überrest.
6. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschensohn voll Lieb' und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir lernten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt.
2. Einsam verzehrt von Lieb' und Sehnen, erschien' mir nächtlich jeder Tag. Ich folgte nur mit heißen Thränen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh' im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus; wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus?
3. Hat Christus mir sich kund gegeben und bin ich seiner erst gewiß, wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis! Für alle seine tausend Gaben bleib' ich sein demutvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, wenn zwei auch nur versammelt sind.
4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Frrenden herein; streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgethan.
5. Das Herz, des Lebens reichste Quelle, welch böses Wesen wohnte drin! Und ward in unserm Geist es helle, so war nur Unruh' der Gewinn. Ein eisern Band
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7. Noch steht in wundersamem Glanze der heilige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der seine Hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieses reift.
Friedr. v. Hardenberg( Novalis) 1772-1801.
Mel.: Der du das Loos.
74. Dein König kommt in niedern Hüllen sanftmütig, auf der Ef'lin Füllen, empfang ihn froh, Jeruſalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen, so ist's dem Herren angenehm.
2. O mächt'ger Herrscher
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