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Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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Advent.

im| Er heißt und ist der treue im Mittler Jesus Christ.

gegeben, daß wir schon Erdenthal mit dir als Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir!

5. Komm und bring den Tröster mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: Komm, Herr Jesu! rufen mag.

Phl. F. Hiller 1699-1769.

Mel.: Mein Herz, ermuntre dich.

72. Er kommt, er kommt; geht ihm entgegen! Der Heiland aller Welt erscheint, er bringt euch Leben, Heil und Segen. Ehrt ihn, der Menschen größten Freund, der das Gesetz für uns er­füllt und sterbend unsern Fam­mer stillt.

2. Er kommt, der Glanz von jenem Wesen, das ewig und unsichtbar ist; aus seinen Thaten kann man lesen, daß er die Menschen nicht vergißt; durch seine Niedrigkeit erhebt Gott alles, was im Staube

lebt.

3. Er kommt, der Freund verlorner Sünder, als Friede­fürst, Kraft, Rat und Held, der einst als Todesüberwin­der erlöste durch sein Blut die Welt. Lobsinget ihm!

4. Empfanget ihn, schenkt eure Herzen ihm, euerm gro­ßen König, gern! Die hier die Gnadenzeit verscherzen, sehn ihn einst dort als ihren Herrn, wo er als ernster Nich­ter spricht: Weicht, weicht von mir, ich kenn' euch nicht!

5. Mein Heiland, komm, mein Herz steht offen, zieh, sanftmutsvoller König, ein! Was außer dir die Menschen Schein; dein Reich nur schenkt hoffen, ist Eitelkeit und leerer Gerechtigkeit und göttliche Zufriedenheit.

6. Laß deine Liebe mich empfinden, mit der du diese Welt geliebt. Komm, meine Hoffnung fest zu gründen, die dein Verdienst dem Glauben giebt. Mein größtes Glück, mein letztes Wort sey: Jesus ist mein Fels und Hort!

Joh. Fr. Mudre 1736-1813.

Mel.: Wie groß ist des Allmächt'gen.

73. Was wär' ich ohne dich gewesen? Was würd' ich ohne dich nicht sein? Zu Furcht und Ängsten auserlesen, ständ' ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt' ich sicher, das ich liebte; die Zukunft wär' ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich tief betrübte,