5. Von der Vorsehung Gottes.
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5. Ich bin verderbt und fehlervoll:| und leid. Schick, alles, herr, zu deiVin auf dem tugendwege Nicht stets ner ehre Und meiner feelen feligteit. so eifrig, wie ich soll! Bin oft zum So preis ich einst vollkommen dich; guten träge. Doch du bist gnädig; und So freu' ich dein auf ewig mich. voll huld Vergiebst du reuenden die bo schuld; Drum hoff ich auch vergebung.
Mel. Vater unser im himmelreich ic.
6. Ich hoffe, weil mich der vertritt, 43. Gott, deine weife macht
erhält ganze leben
Den du Mein welcher für mich litt, Erwarb mir volle welt, Und aller augen freuen recht zum leben. Sein tod macht mich sich, Und warten hoffnungsvoll auf vam zweifel frei, Ob ich der gnade dich. Auf dich, der du sie alle liebst, fähig sei: Auch mich hat er versöhnet. Und allen ihre speife giebst.
7. Herr! ewig will ich deinen ruhm2. Du öffnest deine hand, so fließt Mit lob und dank erheben. Dir will Herab, was jedem nöthig ist; Mit ich, als dein eigenthum, Mich ganz wohlgefallen sättigt fie Dein aufsehnt zum dienst ergeben. Mit lust will ich, und versäumt sie nie. Nie sind gebis in den tod, Nach deinem heiligen schöpfe deiner hand Dir unwerth oder gebot, Durch deinen beistand wandeln. unbekannt. Colodiyad
32 Mel. Wer nur den lieben gott ic. 42. ürwahr, du bist, o gott, verborgen! Dein rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre sorgen; Du sorgtest, eh' die welt noch war, Für unser wohl schon väterlich; Dies sei genug zum trost für mich.
3. Auch mir gabst du, mein gott und heil, Noch täglich mein bescheiden theil; Gabst mirs mit huld und freundlichkeit, So lang' ich bin, zu rechter zeit. Kein vater sorgt so väterlich Für seinen sohn, als du für mich.
2. Dein weg ist zwar in finsternissen Vor unsern augen oft versteckt; Doch, wenn wir erst den ausgang wissen, Wird uns die ursach auch entdeckt. Warum dein rath, der niemals fehlt, Den uns so dunkeln weg gewählt.
4. Ich bins gewiß, du kannst mich nicht Verlassen, meine zuversicht! Ich bins gewiß, du thuft mir wohl, So lang' ich hier noch leben soll. Nicht überfluß bitt' ich von dir; Was ich bedarf, das giebst du mir.
5. Der vogel banet nicht das land, Doch nährst du ihn mit milder hand 3. Nie sind die tiefen zu ergünden Du schmückst die blume königlich; Voit deiner weisheit, macht und güt': Doch hat sie nicht verstand, wie ich. Du kannst viel tausend wege finden, Vergiß es, meine seele, nie; Weit Wo die vernunft nicht einen sieht. Aus mehr bin ich vor gott, als sie. Sar finsterniß bringst du das licht; Du 6. Mich schusst du nicht für diese sprichst, o gott, und es geschicht.
zeit; Mein ziel ist in der ewigkeit, 4. So weicht denn, ängstliche ge- Du gabst mir weisheit und verstand, danken; Gott fann, weit mehr, als Und machtest selbst dich mir bekannt; ihr versteht. Bleib', seele! in der Nichts, was die erde zeugt und nährt demuth schranken; Die demuth wird Gleicht mir an hoheit und an werth. von gott erhöht. Ja, herr, du liebst 7. Von dir, der das an mir geden, der dich liebt, und deiner füh- than, Werd' ich auch speis und trant rung fich
mit
5. Drum will ich mich dir überlassen,
fünden schmäht, Giebst
ohne
Mit allem, was ich hab' und bin. Ich sein gebet; Wie sollteſt fleiß
werfe was ich nicht kann fassen, Auf und flehn Mich nicht genug damit dich, den gott der liebe, hin; Der ausgang zeigt doch immerdar, Daß stets dein rath voll güte war.
6. Gieb, daß dies mein vertrauen mehre Jm glück und unglück, freud
versehn?
8. Laß du mich nur genügsam sein, Und deiner gaben mich erfreun, Doch mehr noch deiner, der du dich, So freundlich zeigest gegen mich, Und


