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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen
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4. Und diesen gott sollt' ich nicht ehren, Und ſeine Güte nicht verstehn?

ru ich

sto Erste Abtheilung.

melie Mel. Sei fob und ehr' dem se. 29. Wie viele freuden dank ich

mir herr, verliehen! Und wie viel fünden haft du mir Aus gnaden nicht verziehen! Gott, voll erbarmung und geduld, Auch bei der mir verborgnen schuld, Währt ewig deine liebe.

Blick' ich in jene ferne. Und überseh 2. Bedenk ich, schöpfer, deine macht, des himmels pracht Und sonne, mond

ant.

und sterne; So bet ich dich voll ehrfurcht Was ist der mensch, ruf ich als­dann, Daß du dich sein erbarmest? So geht er nicht verloren. Nicht für 3. Dein auge schaut auf ihn herab; die welt, nicht filr das grab Ift er allein geboren. Die welt vergeht mit ihrer lust; Der du den willen gottes thust, Dein glück soll ewig dauern.

6. gott, laß deine güt' und liebe Mir immerdar vor augen sein. Sie stärk in mir die guten triebe, Mein 4. Wann ich erwache, denk ich dein, ganzes Leben dir zu weihn: Sie tröste Und wann ich schlafen gehe, Denn du, mich in noth und schmerzen, Sie mein vater, kannst verleihn, Was ich leite mich zur zeit des glücks: Und sie von dir erflehe. Drum seufz' ich find­besieg in meinem herzen Die furcht| lich stets zu dir: Herr, was mir nüßet, des letzten augenblicks. schenke mir Um deiner güte willen.

weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will' ist mir ins herz geschrieben: Sein wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben, Und meinen nächsten so, wie mich.

5. Dies ist mein dank; dies ist sein wille: Ich soll ganz liebe fein, wie er. So lang ich dies gebot er fülle, Stell ich sein bildniß in mir her. Lebt seine lieb' in meiner feele, So treibt fie mich zu jeder pflicht; Und ob ich schon aus schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die finde nicht.

i. Geduld und Langmuth Gottes.

Mel. Ein lämmlein geht c.

30.

et etreuer gott, wie viel geduld Beweisest du uns armen! Wir häufen leider unsre schuld; Du aber dein erbarmen. Was ist des menschen lebenslauf? Er ist verderbt von jugend auf. Und dem gesetz entgegen; Und gleichwohl, vater, suchst du ihn Langmüthig da­von abzuzichn, Zur beßrung zu be­

von zeit zu zeit, Verziehest voll barm­herzigkeit, Ihm gänzlich abzuhanen; Du wartest sein mit größter treu, Und hörst, damit er fruchtbar sei, Nicht auf, an ihm zu bauen.

3. Noch giebst du sündern zeit und raum, Der strafe zu entgehen; Du läßt den unfruchtbaren baum Nicht ohne pflege stehen; Du schonest sein

4. Langmüthigster, so große buld Bezeigst du frechen fündern; Und o! nicht weniger geduld Hast du mit deinen kindern; Sie werden ja, weil fleisch und welt Hier ihnen häufig netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie straucheln, sie vergehen sich, Und fehlen oftmals wider dich, Auf blind gewähltem wege.

wegen.

2. Der menschen elend jammert dich; Selbst wenn sie sich verstocken, So fuchst du sie doch väterlich Durch huld zu dir zu locken. Wie lange 5. Da warnst du fie vor der gefahr, fahst und riefest du Nicht ehmals o oft fie irre gehen; Reichst ihnen deinem volke zu, Damit es sich be- hand und stärke dar; Von sünden tehrte! Wie trugst du nicht mit gütig- aufzustehen; Du trägest sie mit vater­teit Die erste welt so lange zeit, Eh huld, Bist willig, ihre sündenschuld sie die fluth verheerte.

Durch christum zu vergeben; Giebst ihnen neue tugendkraft, Und nach vollbrachter pilgerschaft, Ein ewig freudenleben.

6. Laß diese langmuth und geduld,