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Hessischer Landeskatechismus mit einer Auswahl von Sprüchen, Psalmen und Kirchenliedern / bes. von Friedrich Opper
Entstehung
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4. Weg' hast du allerwegen an Mitteln fehlt's dir nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht.

Dein Werk kann niemand hindern,

dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun.

5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn:

was er ihm vorgenommen und was er haben will, daß muß doch endlich kommen Zu seinem 3weck und Ziel.

6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagt,

mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit: so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

7. Auf! auf! gieb deinem Schmerze

und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht.

Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott figt im Regimente

und führet alles wohl.

8. Jhn, ihn laß thun und walten:

er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten,

daß du dich wandern wirst,

wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Nat die Sach' binausgeführet, die dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn

er deiner sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Nöten schweben, fragt' er doch nichts nach dir.

10. Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mind'sten gläubft. Er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

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11. Wohl dir, du Kind der Treue; du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie

den Sieg und Ehrenkron'!

Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand; und du fingst Freudenpfalmen" dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End', o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod

uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein.

Paul Gerhardt( 1607-1676).