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I. Drei Kirchenlieder im Urtext.
1)( Nr. 208 des Ref. Ges., 218 des Luth. Ges., Kernl. 60.)
1. Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Behr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jeht hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er's jest meint, groß Macht und viel List fein graufam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen!
2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan,
wir sind gar bald verloren;
es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muß er behalten!
1. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt; der Wolken, Luft und Winden
giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, thut er uns doch nicht,
2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dir's soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.
daß macht, er ist gericht,
ein Wörtlein kann ihn fällen!
4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben.
Er ist bei uns wohl auf dem Plan
mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
2)( Nr. 67 des Ref. Gef., 343 Luth. Ges., Kernl. 116.)
Gut, Ehr, Kind und Weib;
laß fahren dahin,
fie habens kein Gewinn:
daß Reich muß uns doch bleiben!
Dr. Martin Luther( 1483-1546).
Mit Sorgen und mit Gråmen und mit selbsteigner Pein
läßt Gott ihm gar nichts nehmen: es muß erbeten sein.
3. Dein' ew'ge Treu und Gnade,
o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt;
und was du dann erlesen,
das treibst du, starker Held,
und bringst zum Stand und Besen, was deinem Rat gefällt.


