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3)( Nr. 133 bes Ref. Ges.,
1. O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn; o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron';
o Haupt, sonst schön gekrönet mit höchster Ehr' und Zier; jeht aber höchst verhöhnet, gegrüßet feist du mir!
2. Du edles Angesichte, dafür sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so beſpeit,
wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht?
3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht
bat alles hingenommen, bat alles hingerafft,
und daher bist du kommen
von deines Leibes Kraft.
4. Nun, waß du, Herr, erduldet,
ist alles meine Last,
i bab es selbit verschuldet, was du getragen bast.
Schau ber, bier steh ich Armer, der Zorn verdienet bat; gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad!
132 Luth. Ges., Kernl. 32.)
5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getban:
dein Mund hat mich gelabet mit süßer Gnadenkofl, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust.
6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht, von dir will ich nicht gehen, wann dir dein Herze bricht;
wann dein Haupt wird erblassen im lehten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß.
7. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir!
8. Jch danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da du's so gut gemeint.
Ach gieb, daß ich mich balte
zu dir und deiner Treu, und wann ich nun erkaite, in dir mein Ende sei.


