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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
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Weihnachtslieder.

bewahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schwe­ben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben.

Paul Gerhardt, geb. 1606,+ 1676. Mel. Gelobet seyft du, Jesu zc.

63. Wir singen dir, Im- Halleluja.

manuel, du Lebensfürst und Gnadenquell, du Himmelsblum und Morgenstern, du Jung­fraun- Sohn, Herr aller Herrn! Halleluja.

2. Wir singen dir mit dei­nem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nun­mehr eingestellet hast. Hal­leluja.

3. Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat ge­hofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schaar. Hal­leluja.

4. Vor Andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König deiner Heerd, der Mann, der dir so wohl gefiel, wann er dir sang auf Saitenspiel. Hal­leluja.

5. Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hülfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich seyn! Halleluja.

6. Nun du bist hier, da lie­gest du, hältst in dem Kripp­lein deine Ruh; bist klein und

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machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja.

7. Du fehrst in fremder Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein, trinkst Milch aus einer Menschenbrust, und bist doch aller Engel Lust.

8. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. Halleluja.

9. Du bist der süßte Men­schenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind; Herodis Herz hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja.

10. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja.

11. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider seyn mein armes Herz; und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja.

12. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht, warst arm und dürftig, nahmst vor­lieb da wo der Mängel dich hintrieb. Halleluja.

13. Darum so hab ich gu­ten Muth, du wirst auch halten