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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
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Weihnachtslieder.

mich für gut. O lieber Herr, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Troftes bin. Hal­leluja.

14. Bin ich gleich Sünd und Laster voll, hab ich gelebt, nicht wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Hal­leluja.

15. Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, hätt ich fein Theil an deiner Huld; ver­geblich wärst du mir geborn, wenn ich nicht wär in Gottes Zorn. Halleluja.

16. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei; du trägst den Zorn, erwürgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. Halleluja.

17. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigenthum und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja.

18. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja.

Paul Gerhardt, geb. 1606,+ 1676. Mel. Balet will ich dir geben 2c.

64. Ihr Christen außer­foren, hört gute neue Mähr;

der Heiland ist geboren, er kommt auf Erden her. Des

freuen sich dort oben der heil­gen Engel Schaar, die Gott den Vater loben jezzt und fort

immerdar.

2. So singen sie mit Schalle: Ihr Christen insgemein, freut euch von Herzen alle ob diesem Kindelein! Euch, euch ist es gegeben, euch ist das Heil be­reit, daß ihr bei Gott follt le­ben in steter Seligkeit.

3. Kein Mensch sich ja be­trübe, denn dieses Kindelein euch bringet Fried und Liebe; was wollt ihr traurig seyn? Den Himmel er dem schenket, der an ihn glaubet fest; an diesen Schatz gedenfet, er ist der allerbest.

4. Nun seyd ihr wohl ge­rochen an eurer Feinde Schaar; denn Christus hat zerbrochen, was euch zuwider war: Tod, Teufel, Sünd und Hölle jetzt liegen ganz geschwächt; Gott gibt die Ehrenstelle dem mensch­lichen Geschlecht.

5. Drum wir auch nun dich loben, Jesu, zweistammger Held, daß du herab von oben bist fommen in die Welt. Komm auch in unsre Herzen und bleibe für und für, daß weder Glück noch Schmerzen uns trennen ab von dir.

Georg Werner, geb. 1607, † 1671.

Eigne Melodte.

65. Ermuntre dich, mein schwacher Geist, und trage groß