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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
Entstehung
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Weihnachtslieder.

euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll: Gotts Sohn ist worden eur Gesell.

5. Er will und kann euch lassen nicht, seßt ihr auf ihn eur Zuversicht. Es mögen euch Viel fechten an: dem sey Troß, ders nicht lassen kann.

6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht; ihr seyd nun wor­den Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, ge­duldig, fröhlich alle Zeit.

Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546.

Eigne Melodie.

kom­kom

60. Gottes Sohn ist ottes Sohn ist men uns allen zu Frommen hie auf diese Erden in armen Ge­berden, daß er uns von Sünde freiet' und entbünde.

2. Die fich sein nicht schä­men, und sein Dienst anneh­men durch ein rechten Glauben, mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd ver­geben.

3. Die also bekleiben, und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden.

4. Ei nun, Herre Jesu, schicke unser Herzen zu, daß wir alle Stunden rechtgläubig erfunden darinnen verscheiden zur ewigen Freuden.

Böhm. Brüder( Joh. Horu), 1544.

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Eigne Melodie.

61. Lobt Gott, ihr Chri­sten, alle gleich in seinem höch­sten Thron, der heut schleußt aufsein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn.:,:

2. Er fömmt aus seines Va­ters Schoß und wird ein Kind­lein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krip­pelein.:,:

3. Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und ge­ring, und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding.:,:

4. Er liegt an seiner Mut­ter Brust; ihr Milch die ist sein Speis, an dem die Engel sehn ihr Luft, denn er ist Davids Reis,:,:

5. Das aus seim Stamm entsprießen sollt in dieser lez­ten Zeit, durch welchen Gott aufrichten wollt sein Reich, die Christenheit.:,:

6. Er wechselt mit uns wun­derlich: Fleisch und Blut nimmt er an, und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gott­heit dran.:,:

7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel seyn! Wie könnt er doch seyn freundlicher, der liebe Jesus mein!:,:

8. Heut schleußt er wieder auf die Thür zum schönen Pa­radeis; der Cherub steht nicht