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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
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Weihnachtslieder.

4. Er bringt euch alle Se­ligkeit, die Gott, der Vater, hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich.

5. So merket nun das Zei­chen recht, die Krippen, Win­delein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.

6. Des laßt uns alle fröh­lich seyn und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit sei­nem lieben Sohn verehrt.

12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir: wie aller Welt Macht, Ehr und Gut für dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut.

13. Ach, mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhen in meins Herzens Schrein, daß ich nim­mer vergesse dein.

14. Davon ich allzeit fröh­lich sey, zu springen, fingen immer frei das rechte Susan­nine schon, mit Herzenslust den süßen Ton.

7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dem Krippelein? was ist das schöne Kindelein? es ist das liebe Jesulein.

8. Bis willefkomm, du ed­ler Gast, den Sünder nicht hast, und kommst

Mel. Vom Himmel hoch zc.

ins Elend her zu mir: wie soll 59. Vom Himmel kam der

ich immer danken dir?

Engel Schaar, erschien den Hirten offenbar; sie sagten ihn'n: ein Kindlein zart, das liègt dort in der Krippen hart,

2. Zu Bethlehem, in Da­vids Stadt, wie Micha das verfündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist.

3. Des sollt ihr billig fröh­lich seyn, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewig Gut.

4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? ihr habt mit

9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du wor­den so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Efel aß.

10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär ste doch dir viel zu klein, zu seyn ein enges Wiegelein.

11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, drauf du, Kö­nig fo groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmelreich.

15. Lob, Ehr sey Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn; des freuen sich der Engel Schaar und singen uns solch neues Jahr.

Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546.