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Die Herrlichkeiten Mariens / von hl. Alphons von Liguori. Für das deutsche Volk umgearbeitet und mit Andachts-Uebungen vermehrt von Anton Merk. Verbessert hrsg. von J. B. Kempf
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24 Erster Theil. Auslegung des Salve Regina.

einst ihn als ihren Bräutigam begrüßte. Lieben wir sie wie ein hl. Philippus Neri, der in seinem Leiden sogleich getröstet war, wenn er nur an fie dachte oder ihren süßen Namen aussprechen hörte. Lieben wir sie wie ein hl. Bonaventura, der fie nicht nur seine Königin und Mutter, sondern so gar, um ihr die Zärtlichkeit seiner Liebe zu bes weisen, sein Herz, seine Seele nannte. Lieben wir sie, wie ein hl. Bernard, der in den erhabensten Lobsprüchen ihre Vorzüge preist, mit hinreißender Beredsamkeit zu ihrer Verehrung auffordert, der sie so innig liebte, daß er sie eine Räuberin der Her­zen hieß. Lieben wir sie wie ein hl. Bernardin von Siena, der sie seine Braut nannte und täg­lich ihr Bildniß zu besuchen pflegte, um ihr durch zarte Anmuthungen seine Gegenliebe erkennen zu geben. Lieben wir sie wie ein hl. Aloysius von Gonzaga, der fortwährend von so großer Liebe zu ihr entzündet war, daß, wenn er nur ihren heili gen Namen hörte, sein Herz flammend vor Liebe entbrannte, und die Gluth, die ihn durchströmte, sogar auf seinem Gesichte erschien. Lieben wir sie wie der hl. Franz Solanus, der im heißen Drange der Liebe sich vor ihr Bildniß setzte und unter Harfenbegleitung die entzückendsten Lieder zu ihrem Preise sang. Lieben wir sie wie der sel. P. Trero aus der Gesellschaft Jesu, der sich einen Sclaven Mariens nannte, der sie zum Zeichen seiner Dienst barkeit häufig in einer ihrer Kirchen besuchte und aus Liebe zu ihr, sobald er eintrat, den Boden mit Thränen benette. Lieben wir sie wie der jel. Diego Martinez, der häufig in die Worte aus brach: ,, Ich wünschte die Herzen aller Engel und