Druckschrift 
Die Herrlichkeiten Mariens / von hl. Alphons von Liguori. Für das deutsche Volk umgearbeitet und mit Andachts-Uebungen vermehrt von Anton Merk. Verbessert hrsg. von J. B. Kempf
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1. Capitel., Gegrüßet seist du, Königin'. 23 läßt, weil sie das Heil aller wünscht und an der Beseligung aller mitgewirkt hat; wenn sie, nach der Versicherung des hl. Bernard, für das ganze. Menschengeschlecht Sorge getragen und noch immer Sorge trägt: wenn sie, wie Bernardin von Busto lehrt, sehnlicher wünscht, uns Gutes zu erweisen, Gnaden zu erflehen, als wir wünschen, dieselben zu empfangen, und nach der Behauptung des sel. Richardus, aus übergroßer Liebe zu uns, sobald sie unsre Bedürfnisse entdeckt, uns mütterlich zu Hilfe eilt: so wollen wir aus Dankbarkeit ihr mit findlicher Liebe entgegen kommen.

Obgleich es wahr ist," sagt der hl. Marty­rer Ignatius: daß Maria ihre Pflegekinder weit mehr liebt, als sie von ihnen geliebt wird, so müssen sich diese dennoch bemühen, sie so sehr zu lieben, als es ihnen immer möglich ist; denn je mehr man sie liebt, desto mehr wird man von ihr geliebt." Ja, laßt uns Maria lieben wie der sel. Berchmanns, der zu sagen pflegte: Wenn ich Ma­ria liebe, so bin ich versichert, daß ich selig werde." Laßt uns sie lieben wie der hl. Stanislaus, der neue Worte und Ehrentitel erfand, um sie zu preisen, der kein Geschäft begann, ohne vor einem ihrer Bilder vorher den Segen erfleht zu haben, der, wenn er die Tagzeiten oder den Rosenkranz betete oder andere Andachten verrichtete, dies alles mit so heiligem Eifer that, daß man glaubte, er unterhalte sich mit seiner göttlichen Mutter, der endlich, so oft er von ihr redete und ihre Liebe pries, in einen Engel verwandelt zu sein schien. Lieben wir sie, wie der sel. Hermann, der sie seine Braut nannte und verdiente, daß Maria