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Die Herrlichkeiten Mariens / von hl. Alphons von Liguori. Für das deutsche Volk umgearbeitet und mit Andachts-Uebungen vermehrt von Anton Merk. Verbessert hrsg. von J. B. Kempf
Entstehung
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20 Erster Theil. Auslegung des Salve Regina.

er, am jenseitigen Ufer denselben predigen konnte. Erinnern wir uns eines hl. Paulinus, der sich selbst in die Sclaverei begab, um dadurch die Frei­heit des Sohnes einer armen Witwe zu erlangen. Erinnern wir uns eines hl. Fidelis, der, um die Irrgläubigen eines Ortes zu befehren, sich durch jeine Predigt dem Tode aussetzte und ihn auch willig erduldete. Solches und Aehnliches haben die Hei ligen für ihrer Mitmenschen Heil gethan, und nur darum, weil sie Gott wahrhaft liebten. Nun aber wissen wir, daß Maria vom ersten Augenblicke ihres Lebens an Gott mehr geliebt hat, als alle Heiligen während ihres ganzen Lebens, ja selbst mehr als die Engel des Himmels. Darum schlie ßen wir mit allem Rechte, daß ihre Liebe zu uns ohne Grenzen sei, und stimmen vollkommen der Behauptung eines Heiligen bei. ,, Wollte man," sagt derselbe, die Liebe, die alle Mütter zu ihren Kindern, alle Gatten zu ihren Gattinnen, alle Hei ligen und Engel zu ihren Verehrern tragen, ver­einigen, so würde sie doch nicht jenen Grad der Liebe erreichen, die Maria zu einer einzigen Seele trägt."

Diese Liebe Mariens zu uns ist ferner auch aus dem Grunde so groß weil wir ihr von ihrem göttlichen Sohne, ehe Er den Geist aufgab, durd die bekannten Worte an Johannes anempfohlen wurden. Es waren dies Jesu letzte Worte. Nun aber ist uns das letzte Andenken einer geliebten Person, das sie uns in der Todesstunde hinter läßt, zu theuer, als daß wir es je vergessen soll Auch um der großen Schmerzen willen die wir Mariä verursacht haben, ist sie uns mit

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