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sein Vertrauen gesetzt hat. Welch eine süße Freude, ihn da um seine Gnade, um seine Liebe und um Aufnahme in den Himmel zu beschwören! Welch eine Seligkeit ganz besonders, sich in Liebesbetheuerungen zu ergießen vor diesem göttlichen Herrn, der auf unsern Altären weilt, um uns Liebe zu bezeigen und zu seinem ewigen Vater für uns zu beten! Liebe nur ist es ja, welche ihn unter uns zurückhält und bestimmt, verborgen hier zu wohnen, obwohl so viele Menschen ihn verkennen und verachten. Doch wozu noch fernere Worte: Kostet und sehet.
Von den Besuchungen der seligsten Jungfrau.
Was diese Besuchungen betrifft, so ist hier des eben so berühmten als nun allgemein angenommenen Ausspruches des heil. Bernard zu erwähnen, daß uns nämlich Gott der Herr keine Gnade spendet außer durch die Hand Mariens. So behauptet auch P. Suarez, es sei heute die in der Kirche gangbare Ansicht, daß zur Erlangung der Gnaden die Vermittlung Mariens nicht Eine nur nüßlich, sondern nothwendig sei. mächtige Stüße findet diese Lehre in der Thatjache, daß die heilige Kirche der seligsten Jungfrau die Worte in den Mund legt: In mir ist alle Hoffnung des Lebens und der Tugend, kommet zu mir ihr Alle. Eccl. 34. Und ferner: Selig ist der Mensch, der mich hört und täglich an meiner Schwelle wacht. Spr. 8. Selig diejenigen, die fleißig, ja, täglich an der Thüre meiner mächtigen


