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als vor dem allerheiligsten Sakramente? Wer weiß, ob auch du nicht eines Tages vor einem Tabernakel den Entschluß fassen wirst, dich ohne Vorbehalt deinem Gott zu schenken? Was mich betrifft, so muß ich aus Dankbarkeit hier die Wahrheit bekennen: Diesen Besuchungen des heil. Altarssakramentes, so lau und mangelhaft ich dieselben auch verrichtete, verdanke ich es, daß ich mich aus dem Weltleben, das ich bis zum Alter von sechs und zwanzig Jahren geführt, zurückgezogen habe. Wohl euch, wenn ihr dasselbe noch frühzeitiger verlasset und euch dem Herrn schenkt, der sich zuerst euch ganz hingege= ben hat! wohl euch, ich wiederhole es, nicht nur für die Ewigkeit, sondern auch für dies zeitliche Leben schon. O glaubt es mir: Alles ist Thorheit und Wahnsinn. Gastmähler, Schauspiele, Unterhaltung, Lustbarkeiten, das sind die Güter voll der dieser Welt; aber Güter sind es Galle und der Dornen. Schenkt mir Glauben; denn ich weiß dies aus Erfahrung und wie be= dauere ich, daß dem so ist! Seid überzeugt davon, die Seele, welche sich mit einiger Sammlung vor dem hochwürdigsten Gute aufhält, genießt dabei eine höhere Wonne, als ihr die Welt mit all ihrer Bracht und all ihren Lüsten gewähren kann. O welch ein edler Genuß, gläubig und mit zarter Andacht vor einem Altare zu knieen und daselbst vertraulich mit Jesus Christus zu reden, der stets bereit ist, unsre Bitten anzuhören und zu erhören! Welch ein Trost, ihn da um Vergebung unsrer Sünden zu bitten, ihm alle unsere Wünsche vorzutragen, wie ein Freund dem Freunde, auf dem er all
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