Spee, Trutnachtigall.
Schöner Jesu, komm' zur Weide, Führ' die zarten Lämmerlein; Hirt der Hirten, komm' zur Heide, Führ' auch ihre Mütterlein!
51.
Um heiligen frohnleichnamsfest, von dem hochwürdigen Sakrament des Altars.
Richt' auf, du Purpur- Morgenstund', Die Stirn, bedeckt mit Rosen, Laß uns von edler Speise rund Zum Frühstück zeitig kosen! Die taubenreine Tochter schön, Von Sions Höhn entsprossen, Will nun mit uns ihr süß Getön Erheben unverdrossen.
Gar hoch will heut' gepriesen sein Die Speis' aus gelben Ähren,
Nur Kern und Mark von Weizen rein: Nun hört, will's baß erklären.
Ein Brot, kein Brot, doch lebensreich, Drin lebend wird gegessen,
Der ungleich bei den Zwölfen gleich Zum Abendmahl gesessen.
Der Herr beim letzten Mahle saß,
Er sechster selb und sieben.
Wie nun, wie nun, verstehst du das? Nimm wahr, was er getrieben:
Er nahm das Brot, nahm auch den Wein
Und gab's den Tischgenossen, Verwandelt in den Leichnam sein,
Ins Blut, für uns vergossen.
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