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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truhnachtigall.

O welch wunderschöne Zeiten, O welch wunderfeistes Jahr! Sieben Herden lass' ich leiten: Also groß ist meine Schar.

Wieder schöne Waſserstrahlen, Mancher kühle Wasserpfeil Sich versammeln in den Thalen, Bieten ihre Bäder feil.

Brünnlein von den Bergen spielen, Die uns bergen rotes Erz: Traurig sie zur Karwoch' fielen Voller Thränen niederwärts.

Lieblich alle Bäch' und Bächlen, Krumm geführtes Wasserglas, Auf den grünen Wiesen lächlen Und befeuchten Laub und Gras. Zierlich wieder kommt gekrochen Manch geschwätzig Wässerlein, Das, von Steinen unterbrochen, Murmelnd preist den Schöpfer sein.

Schau, nun wieder Tann' und Linden,

Eich' und stolzer Cederbaum

Durch die Luft die Wege finden, Wachsend ohne Schnur und Zaum. Strecken ihre grünen Sprossen, Breiten ihren grünen Saft, Zu den Wolken aufgeschossen, Suchen alte Nachbarschaft.

Wir die Leyer auch beschnüren Und im hohlen Hirtenthal Hochgespannte Saiten rührenSpielen, reimen manches Mal;