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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truhnachtigall.

Die Nachtigall den Schall nicht kennt, Meint die Gespielin singe,

Verwundert sich, wie so behend In gleichem Ton sie klinge; Erst bleibt sie stumm, Dann wiederum

Schlägt sie, um obzusiegen; Ihr Widerpart

Singt gleicher Art,

Kein Nötlein bleibt verschwiegen.

Bald steiget auf die Nachtigall Zur höchsten Töne Sphäre; Gleich folget auch der Widerhall, Wenn's auch noch höher wäre. Drum zierlich stimmt

Und höher klimmt

Das Fräulein, reich an Stimmen; Wie hoch auch klang

Ihr voller Sang,

Der Hall konnt's auch erklimmen.

Alsdann geht's über Ziel und Schnur,

Das Herz möcht' sich zerspalten,

Sie sucht's in B- moll, in B- dur, Auf allerhand Gestalten, Thut hundertfalt

Den Baß und Alt,

Tenor, Diskant durchstreichen; Doch Stimm' und Kunst

Sind ganz umsunſt,

Der Hall kann's auch erreichen.

Da fikelt sie denn Ehr' und Preis

Mit gar zu scharfen Sporen,