Spee, Truhnachtigall.
Erdenket immer schönre Weis',
Dünkt sich noch nicht verloren. All Mut und Blut
Und Atem gut
Versammelt sie zu Hause, Daß sie zum Sieg Im schönen Krieg
Mit letzten Kräften laufe.
Ei, da zerbricht ihr Herz und Mut, Gleich Seel' und Ton entschwinden, Da löscht der güldnen Kerze Glut, Verweht von starken Winden. O mutig Herz,
O schöne Kerz',
Heil dir, bist wohl gestorben!
Die Lorbeerkron'
Im letzten Ton
Hast du dir noch erworben.
Denn du im Tod hast lassen zart Ein Seufzerlein erklingen,
Das so subtil ¹) dein Widerpart Mit nichten könnt' erschwingen; Nicht Hege Pein:
Der Sieg ist dein,
Das Kränzlein dir gebühret, Das dir allein
Von Blümlein fein
Ich schon hab' eingeschnüret.
1) Fein.
Ade, du falbe Nachtigall, Vom falben Tod entfärbet! Weil du mun liegst im grünen Thal, Sag' wer dein Stimmlein erbet;
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