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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truhnachtigall.

Erdenket immer schönre Weis',

Dünkt sich noch nicht verloren. All Mut und Blut

Und Atem gut

Versammelt sie zu Hause, Daß sie zum Sieg Im schönen Krieg

Mit letzten Kräften laufe.

Ei, da zerbricht ihr Herz und Mut, Gleich Seel' und Ton entschwinden, Da löscht der güldnen Kerze Glut, Verweht von starken Winden. O mutig Herz,

O schöne Kerz',

Heil dir, bist wohl gestorben!

Die Lorbeerkron'

Im letzten Ton

Hast du dir noch erworben.

Denn du im Tod hast lassen zart Ein Seufzerlein erklingen,

Das so subtil ¹) dein Widerpart Mit nichten könnt' erschwingen; Nicht Hege Pein:

Der Sieg ist dein,

Das Kränzlein dir gebühret, Das dir allein

Von Blümlein fein

Ich schon hab' eingeschnüret.

1) Fein.

Ade, du falbe Nachtigall, Vom falben Tod entfärbet! Weil du mun liegst im grünen Thal, Sag' wer dein Stimmlein erbet;

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