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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truhnachtigall.

3.

Anderer Liebesgesang der Gespons Jesu.

Gleich früh, wenn sich entzündet

Der silberweise Tag

Und flar die Sonne kündet, Was Nachts verborgen lag, Die Lieb' in meinem Herzen Ein Flämmlein zündet an, Das glüht gleich einer Kerzen, So niemand löschen kann.

Trag' ich's auch in die Winde Gen Ost- und Nordgebraus, Doch Ruh' und Rast nicht finde, Läßt nie sich blasen aus. Wie soll die Pein ich stillen Und wo mich wenden hin? Hervor die Thränen quillen, Weil ich in Schmerzen bin.

Wenn wieder dann entflogen Der Tag zur Nacht hinein Und niederwärts gezogen Die Sonn' und Sonnenschein, Das Flämmlein, so mich quälet, Erglühet immer doch,

So viel man Stunden zählet, Brennt es mich immer noch.

Das Flämmlein, das ich meine,

Ist Jesu süßer Nam', Mark zehrt es und Gebeine, Sich einfrißt wundersam.