des Herzens zc.
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nach der Gerechtigkeit hungern und dursten! Das erwecke mich, mein Herz von alle dem loszureiffen, was es noch an das Frrdische feffelt, noch so viel Gutes zu thun, als ich kann, und allen um mich her durch Geduld, durch Ers gebung in deinen Willen, durch frohe Erwartung des Zukünftigen erwecklich zu werden. Dann tröste mich, o Gott, deine Liebe; dann sey mir die Nacht des Grabes nicht fürchterlich; dann laß mich in den ruhigen freudigen Gesinnungen beharren: Herr, ich warte auf dein Heil! Amen.
2. Cor. 4, 17. Unsere Trübfal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maaße wich, tige Herrlichkeit.
19. Abendgebet eines Kranken.
Pf. 146, 2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin.
Groffer und weifer Beherrscher des Himmels und der Erde,
mein Gott und mein Bater! auch im Leiden und Trübfal, und tiefen Gefühl der Schmerzen mein Gott und mein Vas ter! auch in meiner Krankheit auf meinem Lager erfahre ich den großen Reichthum deiner Güte, und der Erbarmung; Wer gab mir an diesem Tage Augenblicke der Ruhe, der Erholung und der herzstärkenden Erquickung? Wer neigte das Herz der Umstehenden und der Mitleidenden mir zu? Wer fandte mir Aufmunterung durch ihre Lehren, Beystand durch ihre Liebe, Aufrichtung meines Gemüths durch ihre Fürbitte, und kräftigen Trost in meine bekümmerte Seele? Wer stärkte meinen Glauben an dein Wort, meine Ergebung in deinen Willen, mein Vertrauen auf deine Hüls fe? Wer anders als du, und dein guter Geist, mein Gott und mein Vater! du offenbarest deine Güte an den Elen. den, deine Kraft in den Schwachen, deinen Trost in den Bekümmerten; Du erfüllest, was du den frommen Verehrern deines Namens verheiffen haft: Ich will dich nicht verlassen, noch verfäumen. Ach mich Kranken hast du nicht verlassen, mich Höchstbedürftigen hast du nicht versäumet; ich erkenne es, o Gott, und meine Seele preiset dafür deine grosse Barmherzigkeit. Fabre fort, mir deine Gnade -zu


