Vorwort
XII
mit ich auch Frucht und Nutzen davon habe. Jedes Gebeth bringe einen guten Vorfa's in mir hervor, oder bestårke mich darin. So werde ich erfahren, was das Gebeth vermag.
Gebeth
zur Anweisung, um was man bethen soll.
O Gott! mein Herz liegt vor Dir offen; Du siehst meine Wünsche, ehe ich sie als Bitten Dir vortragen will. O möchten sie auch so beschaffen seyn, daß sie Dir gefallen, und erfüllet werden können!
night
Herr! Du hast gesagt: ,, Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgethan." Ja, alles wahre Gute, dessen ich be dürftig und fähig bin, kann ich von deiner weisen Güte erwarten, wenn ich es mit ernstlichem Willen verlange, auf den rechten Wegen suche, und mit anhaltendem Eifer mich darum bestrebe.
Nur durch Tugend, Rechtschaffenheit und Besserung kann ich wahrhaft glücklich werden. Das ist auch dein Wille, o Gott! das soll mein eifrigstes Verlangen, und der Hauptinhalt all' meines Gebethes seyn. Ich wünsche es wohl auch, und bitte Dich herzlich darum. Aber meine Wünsche und Bitten müssen zugleich ernstliche, gute Borsäge seyn.
Wenn ich zu Dir rufe: Herr erleuchte, bekehre, regiere mich; verleih mir Gnade, gieb mir Weisheit und Tugend; mache mich fromm, zufrieden und selig; laß mich nicht fündigen; laß mich geduldig, sanftmüthig, teusch seyn; bewahre mich vor Thorheit und Laster; erlöse, rette mich


