Druckschrift 
Vollständiges Christkatholisches Gebethbuch / von Michael Hauber, Erzbischöfl. geistl. Rathe, Hofpreidiger und Hofkaplan. Mit Bewilligung des Fürsterzbischöfl. Ordinariates Wien, der hochw. General-Vicariate der Erzbisthümer München-Freysing u. Bamberg, und der Bisthümer Augsburg [usw.]
Entstehung
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IIV VIII

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winden! Mit deinem Beystande, o Gott! wird es mir gelingen, wenn ich Dich mir allzeit als gegen­wärtig vorstelle, und wohl bedenke, was ich thue, wenn ich bethe; mit wem ich rede, wie groß, wie gut, wie heilig Du bist. Dieß wird mich mit Ehr­furcht, Zutrauen und Liebe erfüllen, und vor dem Fre­vel bewahren, Dir etwas vorzusagen, das mir nicht von Herzen gienge, etwas zu versprechen, was ich nicht odpo zu halten gesinnt wäre, um Güter zu bitten, die bis 1 ich mir nicht ernfilich erwerben und zu Nußen machen wollte.

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Vorwort

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Zerstreuungen, die mir selbst unlich sind, rechneft Du mir nicht zur Schuld. Ich will nur, sobald ich fie merke, meine Gedanken sammeln, und sie wieder auf das richten, was ich bethe. Wenn es mir gleich nicht allzeit von statten gehet, wenn ich schon den süßen Trost des Gebethes oft nicht empfinde; so soll mich das nicht abwendig machen. Du siehst auf den guten Willen; und es kommt Alles darauf an, wie Du

diesen ben mir findest.

und niom pin Gebethes.

Kraft und Frucht des

O Gott! Du heißest mich bethen. Ich werde fo oft dazu ermahnt; und ich erkenné es auch selbst gar wohl, wie gut und nothwendig es ist. Aber die wahre Absicht und Kraft des Gebethes bedenke ich noch allzu wenig; und darum habe ich so geringen Eifer dazu, und forfelten rechten Nußen davon. Ich bethe oft nur, um zu bethen, des Gebrauches wegen, und weil es seyn muß, um Dir gleichsam die schuldige Aufwartung zu machen, um einen Dienst zu entrichten, den Du mir wieder vergelten solltest: oder es treibt mich die Noth zum Gebeth, weil ich dadurch gleichsam zu erzwingen

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