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meiner Feinde, und verspreche es Dir, Herr! daß ich jedem Gutes thun will, der mir Böses that; den will ich segnen, der mir fluchet, und den lieben, der mich hasset. Ich nehme mir also vor, von meinem Nächsten nie übel zu reden, keine ungleiche Auslegungen von seinen Handlungen zu machen; ihn nicht auszuhöhnen; ihm nie übel zu begegnen, wenn er fehlet. Ich nehme mir vor, ihm kein übles Beispiel zu geben, nie ungerecht gegen ihn zu sein, ihn nie zu hintergehen, oder zu betriegen, sondern immer so gegen ihn zu handeln, wie Du mir befohlen hast. Ich will ihm nicht neidig sein, wenn Du ihn segnest; nicht geißig, wenn er meiner Unterstüßung bedarf. Kann ich ihm nicht durch Mittel helfen, so will ich ihm durch Rath oder Anleitung an die Hand gehen, und dieß alles darum, weil es Deine heiligen Gebote sind, und weil ich Dich liebe.-
Betrachtung über Menschen Bestimmung.
bad Groß und edel ist unsere Bestimmung, ihr Menschen! In der Kette der Dinge sind wir an der höchsten Stufe der erschaffenen Wesen auf dies fer Körperwelt. Wir gränzen schon an den Engel,
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