einen Freund und mein Herz schlägt ihm entgegen; ich habe einen Wohlthäter und meine Seele ist gerührt, wenn ich an ihn denke:- und Du, Gott! bist mein Vater, mein Frenud, und mein Wohlthäter, und ich soll Dich nicht lieben?- o Menschen! wie seid ihr mir alle werth! ihr seid meine Mitbrüder, und wenn ich euch umarme, so umarme ich den Ewigen. An diesem feierlichen Morgen, Schöpfer aller Wesen! will ich Dir also die feierlichsten Gelübde ablegen, daß ich Deinem heiligsten Beispiel auch nachleben werde. Ich will dem Elenden helfen, den Unterdrückten beschüßen, den Verwaisten aufnehmen, den Nackten bekleiden, den Verwundeten heilen, den Irrenden zurechtführen. Ich will sanftmüthig mit meinen Untergebenen sein; liebreich mit denen, die die Natur in meine Arme führte, und ich will jeden, der nach deinem Ebenbilde erschaffen ist, als meinen Bruder ansehen, und als ein Kind, das Dir lieb ist.
Herr, was ich hier Dir sage, fühle ich in meinem Herzen, aufrichtig wie ein Kind will ich mit Dir sein, Der Du das Innerste meiner Seele durchforschest: daher will ich Dir in diesen ersten Stunden des Tages auch die ersten Beweise meiner Liebe geben. Deinetwegen verzeih' ich jedem 1*
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