Heil. Nothburga, Dienstmagd.
werde jetzt sterben. Ich empfehle Euch Nothburga unsere Dienstmagd an, die wir ungerechterweise von dem Schlosse vertrieben. Desgleichen habt ein mitleidiges Herz gegen die Armen, und bringet wieder herein, was ich versäumt habet. Sorget auch dafür, daß die Stiftungen, so ich in meinem letzten Willen verordnet, in Vollzug kommen. Gott sei meiner armen Seele gnädig." Also sprach sie, und starb, und wurde begraben. Nothburga aber ging wieder hinüber auf den Eben, arbeitete wie eine fleißige- Magd zu thun pflegt, und ging wie vordem zum Sanft RupertusKirchlein, daselbst zu beten. Die übrigen Landleute erbauten sich an ihrem gottseligen Wandel, und wurden desgleichen frömmer und besser. Der liebe Gott aber war in allen Stücken mit Nothburga, und segnete sie mit ſeinem Segen.
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Eines Samstags Abends, da sie eben zur Sommerszeit Frucht schnitt, läutete man den Feierabend ein. Nothburga legte die Sichel hinweg, und fing an zu beten. Der Bauer aber, der gerne gesehen hätte, daß sein Fruchtfeld am Abend noch geschnitten worden wäre, und der Wind morgen über die Stoppeln ging, hieß Nothburga fortarbeiten.
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