Heil. Nothburgo, Dienstmagd. 13
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dachten: Almosengeben sei ein gutes Werk, und bringt Gottes Segen in das Haus."
Also wuchs das Mägdlein in dem Hause ihrer Eltern und ward 18 Jahre alt. Da schickte der Herr Graf Heinrich, der nicht gar weit davon auf dem Schlosse Rottenburg Hof hielt, einen Diener in ihrer Eltern Haus, und ließ ihnen sagen, Nothburga möchte in ihrem Schlosse Köchin werden. Diese ließen zwar ihre liebe Tochter ungern ziehen, doch da es des Grafen Wille war, und Nothburga in diesem Dienste nur Gutes lernen, sehen, und hören konnte, so willigten sie ein, und gaben ihr noch viele gute Lehren mit auf den Weg, und schickten sie zu der Herrschaft. Nothburga gehorchte, und ging auf das Schloß. Die Frau Gräfin Gutta nahm sie liebreich auf, desgleichen der Herr Graf Heinrich, und da beide ein mildes Herz hatten, so durfte Nothburga oft und viel Almosen ge ben. Dies erfuhren die Armen und Nothleidenden bald, und sie kamen schaarenweise auf das Schloß Rottenburg; da kam eine arme Witwe den Berg herauf, dort führte man einen Blinden des Wegs daher, dort brachte man einen Lahmen, so daß oft eine Menge Elender um das Schloßthor versam


