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Nothburga, die heilige Dienstmagd.
( † 1303.)
Im Städtlein Rattenberg im Unterinnthal, lebten um das Jahr 1265 zwei fromme Eheleute. Diese hatten ein einziges Töchterlein, mit Nahmen Nothburga, das sie wohl und gut erzogen, und in allen Tugenden unterwiesen. An den Werktagen ging Nothburga mit dem Vater und der Mutter auf das Feld, und arbeitete vom frühen Morgen bis in den späten Abend, an den Sonn- und Feiertagen aber gingen sie alle drei zuſammen fleißig in die Pfarrkirche, um daselbst zu beten. In allen Stücken gehorchte Nothburga ihren lieben Eltern, und wer sie sah, erbaute sich an des Mägdleins gutem Wandel, und viele Eltern pflegten zu sagen: Möchten doch auch wir ein so gutes Kind haben!" Insbesondere liebte Nothburga die armen Leute, und gab ihnen manches Stücklein Brod, oder brachte ihnen eine Suppe in ihrem Schüsselein, und die Eltern ließen solches wohl und gerne geschehen, indem sie


