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Arimathia, der Stadt der Juden, der auch auf das Reich Gottes wartete. Der ging zu Pilato und bat um den Leib Jefu, und nahm ihn ab, wickelte ihn in neue Leinwand und legte ihn in ein gehauen Grab, darinnen niemand je gelegen war. Und es war der Rüsttag und der Sabbath brach an. Es folgten aber die Weiber nach, die mit Ihm gekommen waren aus Galiläa, und beschaueten das Grab und wie Sein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um, und bereiteten Specerei und Salben; und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gefeß."
» Du kannst durch Todesthüren träumend führen!« so tönt es je zuweilen mit einem dankenden Blicke zum Herrn über Tod und Leben durch die Schmerzensthränen um einen geliebten Entschlafenen. Uch das gilt von Deinem Tode nicht, Du Einziggeliebter! Du liegst heute vor uns, ein kalter, blasser Leichnam, und wir zittern noch heute, wenn wir an Deinen Todeskampf gedenken. Da war keine Hand der Liebe, die Dir den kalten Schweiß von der Stirn trocknete, kein Getreuer, der Dir Dein müdes, sinkendes Haupt stützte, kein Freund, der Dir die Augen zudrückte. Da war kein milder Schlaf, der Dich träumend durch das finstere Todesthal führte, kein Engel, wie dort in Gethsemane, der Dich gestärkt hätte, ja schien doch sogar die Vaterhand Dir entzogen, die den schweren Todeskampf verkürzen kann. Grauenvoll war Dein Sterben, wie Dein Leiden, herzerschütternd, zermalmend für alle, die Deine letzten Kämpfe sahen. Doch nun ist alles vollbracht, alles Bitt're ausgetrunken bis auf den letzten herbesten Tropfen, vollendet das ganze angstvolle und schmerzensreiche Werk Deiner Liebe.
Den Schächern sind die Beine zerschlagen, meines Jesu Seite ist vom Stoße des Speeres geöff=


