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net und Blut und Wasser, zum Zeichen des wirklich erfolgten Todes, herausgeflossen. Still ist's an den drei Kreuzen, still auf Golgatha, still in den Herzen der Umstehenden; die Feinde haben ihre Rache gekühlt; den Freunden sind die Herzen ge= brochen; sie stehen dort und weinen, Maria mit dem Schwerte, das ihre Seele durchdrang, im Herzen, von Johannis Armen umfangen und gehalten, und die andern, und wir gesellen uns gern zu ihnen, mit ihnen zu weinen bei Seinem blassen, todtent Leichnam. Doch nun beginnet nach so vielen Erniedrigungen allgemach die Herrlichkeit des erwürgten Lammes, das würdig ist zu nehmen Preis, Ehre und Kraft, sich anzukündigen. Die Sonne leuchtet wieder und beschauet mit ihren letzten Abendstrahlen die erlöste Welt; der Hauptmann schlägt an seine Brust und zeugt für den Gekreuzigten:» Wahrlich, Dieser ist ein frommer Mensch gewesen!« und aus der Verborgenheit treten die Freunde hervor, dem Fürsten des Lebens die letzte Ehre im Tode zu erweisen. Joseph von Arimathia und Nikodemus ere bitten sich vom römischen Landpfleger den Leib des Herrn, und ihre öffentliche Stellung, ihr Unsehen und Reichthum erlangt, was die armen und unbekannten Jünger und Angehörigen wohl nicht erreicht hätten, die Erlaubniß zum Begräbniß des Herrn. Der heilige Leib wird vom Kreuze genommen und ruhet nun, obwohl leblos, blaß und entstellt, doch wieder in Freundesarmen, wird gesäubert vom geronnenen Blute, mit Specercien umgeben und in ein reines Grabtuch gelegt, das heilige Haupt in ein Schweißtuch geschlagen: so trägt man Ihn in Josephs nahen Garten und senkt Ihn in die neue Felsengruft. Die heiligen Frauen, die mit Ihm
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