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Erlöset hat Er dich ganz allein.»> Es ist vollbracht!« sprach Er, vollbracht! So bleibt dir also nichts mehr zu thun übrig, als Sein Verdienst zu ergreifen. Sollte von dir, als Bedingung deiner Erlösung, auch nur ein Titel des Gesetzes erfüllt, eine Strafe gelitten, eine Schuld bezahlt werden, so kämest du nimmer aus der Angst und Noth, aus dem Zagen und Zittern, so wäre Seine Erlősung unvollständig, so hätte Er nicht sprechen können:» Es ist vollbracht!« Vollbracht ist es, darum ist nichts mehr zu vollbringen übrig. Ja, du hast nichts zu thun, als zu erkennen, daß du ein armer, verlorner und verdammter Sünder bist, als schwach, elend, arm, hülflos, wie du bist, zu dem Kreuze dich zu nahen, in den Leiden und Qualen des Erlösers deine Strafe zu lesen, deine Schuld dir vorzuhalten, an allem eigenen Verdienst und aller eigenen Würdigkeit zu verzweifeln, deine Sünde, die den Herrn ans Kreuz geschlagen hat, in tiefster Seele zu verabscheuen,- und dann im festen Glauben die dargebotene freie Gnade zu ergreifen und für den vollen Trost des Wortes:» Es ist vollbracht!« das Herz weit aufzuthun.
Gebet.
Herr Jesu! ich habe es erfahren in jenen Stunden, wo die Angst der Sünde, mich ergriff, das Wort des Herrn mir, wie ein zweischneidig Schwert, durch die Brust fuhr; wo eine Anklage nach der anderen auf mich einstürmte; eine Spiße nach der anderen unter mir zerbrach; wo alle meine Gerechtigkeit zu Schanden wurde, und selbst mein Bestes noch von der Sünde verunreinigt erschien und als der Vergebung bedürftig sich darstellte, da habe ich es erfahren, wie mir nur ein Troft blieb, aber ein süßer völlig zureichender Trost, den ich in dem Worte meines sterbenden Erlösers fand:„ Es ist vollbracht!" An diesem


