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Die heilige Passion : gefeiert in Liedern, Betrachtungen und Gebeten / hrsg. von dem Christlichen Vereine im Nördlichen Deutschland
Entstehung
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Worte will ich mich festhalten in der Noth der Sünde, in der Angst des Gewissens, in dem Gefühle meiner Schwach­heit und gänzlichen Verdienstlosigkeit, bei dem Gedanken an Tod und Gericht. Siehe! es stehet mir noch eine große, ernste Stunde bevor, wo mir aller andere Troft ver­schwände, wenn mir dieser Trost nicht bliebe. Es kommt meine Todesstunde; wehe mir! wenn ich da keinen andern Troft hätte, als den ich in mir selbst finde. Niemand kann da aus sich selbst heraussprechen: Es ist vollbracht!" oder er ginge mit einer großer Lüge zur Verdammniß hinüber;, das hat nur jemals Einer gekonnt. O lieber Herr! wenn nun in jener großen Stunde meine Gerechtigkeit vor mei­nem brechenden Auge und meinem unverblendeten Herzen wie ein zerrissenes Kleid daliegt, mein Leben wie ein arm­seliges Stückwerk mir erscheint, meine Sünden sich wider mich erheben und manche vielleicht noch unerkannte und unbereute vor die zitternde Seele tritt, o lieber Herr, dann verleihe mir Gnade, daß ich im finstern Todesthale, in dem Gerichte, das meinem Sterben vorangeht, das Kreuz, woran Du zu meiner Erlösung Dein Blut vergießest, gläu­big umfasse, und das trostreiche Wort fest ins Herz schließe, das Du, Dein Haupt neigend, sprachst: Es ist vollbracht. Amen.

Donnerstag.

Melod. Ach bleib mit Deiner Gnade zc.

Mein Gott, in Deine Hände Befehl' ich meinen Geist! Du lebst und liebst ohn' Ende, Und thust, wie Du verheiß'st.

Wem sollt' ich mich empfehlen, Wenn ich will selig sein? Dein find ja alle Seelen ,. So ist mein Geist auch Dein.

Er ist mit Blut besprenget, Mit Blut von Deinem Sohn; Mit diesem Schmuck umhänget, Taugt er vor Deinen Thron.

Gott, warst Du mein Befreier, Schon in der Sündennoth,