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Alles, was uns den Frieden raubt, Verderben uns bereitet, den Himmel uns verschließt, die Hölle uns öffnet, es ist hinweggethan. Auch die Blige der göttlichen Gerechtigkeit sind ausgelöscht, auch die Strafen, womit sie droht, sind gelitten, auch der Schuldbrief, den sie uns entgegenhält, ist zerriffen. » Es ist vollbracht!« triumphirt der sterbende Jesus, und Himmel und Erde, Engel und Menschen stimmen ein in das Jubellied über die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist.» Es ist vollbracht!« dieser Ausruf des Herrn am Kreuze ist endlich auch ein Trostspruch für das geängstete Herz des armen Sünders im Leben und im Sterben. Höre zwei Warnungen: Mißbrauche diesen Trost nicht, und verkümmere dir diesen Trost nicht. Denke nicht, die durch Christum vollbrachte Erlösung gelte auch für die unbereuten Sünden. Für diejenigen, welche in ihren Sünden beharren, hat Christus nichts vollbracht, ist Er umsonst gestorben. Denn das sollst du wissen:» So wir muthwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntniß der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein anderes Opfer mehr für unsere. Sünden, sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widerwärtigen verzehren wird.«< Denke aber auch nicht zu klein von dem Worte:» Es ist vollbracht!« Meine nicht, du habest noch etwas hinzuzuthun zu dem, was Christus geleistet hat. Wenn du den Trost des Wortes:» Es ist vollbracht!« recht fest und ganz in die Seele schließest, dann wird er freilich, dann muß er dein Herz heiligen, deinen Eifer, dem Herrn zu dienen, entzünden, und dich zu Werken, die in Gott gethan sind, antreiben. Aber diese Werke sind es nicht, die dich erlösen.


