236
Anhang.
10. Zu Haus find' ich auch überall Meine Freud' am Bieh, im Hof und Stall, Wann ich mit Lust ansehe Kälblein, Lämmlein, junge Füllen, Die da spielen, Und das Viehe, Daraus ich meine Nahrung ziehe.
11. Den Tag bring' ich unschuldig zu, Und schlaf' bei Nacht in guter Ruh', Und an dem lieben Morgen Fahr' ich fröhlich auf den Acker, Pflüg' und zacker', Leb' ohne Sorgen, Thu' auf Gottes Segen borgen, de 4 hine( out o
12. Ich ruh' auf Sonn- und Feiertag, Und meiner Andacht fleißig pfleg'; 3ur Kirch'( mich nicht vermesse) Geh' ich zeitig, bin gottselig, Hör' das beil'ge Amt der Messe, Auch die Predigt nicht vergesſe.
13. Wir Bauern steuern der Hungersnoth, Indem wir bauen das tägliche Brod, Für's Land und für die Städte. Wenn der Bauer nicht fein wacker Auf dem Acker Schoffen thäte, Auch der Herr kein Brod nicht hätte.
14. So will ich denn mein Ackerfeld, Weil ich dazu von Gott bestellt, 3um Samen wohl bereiten, Pflügen, säen und eineggen, Fleiß anlegen Und arbeiten, Daß ich reichIch mög' einschneiden. cise Bure, hun onlf 15. Ich als ein frommer Ackersmann Will Weib und Kinder halten an, Der Arbeit auch zu pflegen. Hierzu gib du, Gott, mein Herre, Den ich ehre, Deinen Segen, Gute Sonn', fruchtbaren Regen.
16. O Herr, durch deine milde Güt', Das angebaute Feld behüt, Vor allem, was kann schaden. Was den Früchten ist zuwider, Böse Gewitter Nicht gestatte, Gib, daß Alles wohlgerathe.
17. Laß uns die Gnade wiederfahr'n, In unserm Herzen zu bewabr'n Deines heiligen Wortes Samen, Daß wir allbie Früchte tragen, Und Lob sagen Deinem Namen, Und dich ewig preisen. Amen. dog
321. Strenger Richter aller Sünder, Treuer Vater deiner Kinder, Der du in dem Himmel wohnst, Drobest, strafest und verschonst, Höre gnädig unser Bitten, Wende ab von unsern Hütten Krankheit, Krieg und Hungersnoth, Gib uns unfer täglich Brod!
2. Alle fannst du wobl versorgen, Obne was dazu zu borgen; Du bist unermeßlich reich, Wer ist dir an Weisheit gleich? Höre 2c.


