Gebetlieder.
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genügen an deiner Huld, wenn ich muß unterliegen, wenn mich ein Kreuz und auch die Schwermuth drückt; denkst du an mich, so wird mein Herz erquickt.
8. Gedenke mein in frankund schwachen Tagen; sey du mein Arzt, so darf ich nicht verzagen. Ist es mir gut, hilfst du mir wieder auf; kommt meine Zeit, schließ ich getroft den Lauf.
9. Gedenke mein, laß mich mein End bedenken und mich zu vor in Jesu Wunden senken. Verlaß mich nicht im letzten Kampf und Streit; nimm mich zu dir im himmlischen Geleit.
10. Gedenke mein und denke auch der Meinen nach meinem Tod, laß Allen Hülf erscheinen, die mich geliebt und dir sind lieb und werth, daß uns zugleich der Himmel sey beschert..
11. Gedenke mein auch in dem stillen Grabe, daß Seel und Leib vereinte Freude habe. Vergiß mein nicht, ich denke ewig dein mit Ruhm und Dank; mein Gott, gedenke mein!
Joh. Matth. Englert, geb. 1661, † 1733.
Mel. Mein Herzens- Jesu zc.
28. Ach Gott des Himmels, laffe mir und Allen auf der Erden den uns so väterlich von dir beschiednen Theil stets werden; gib Jedem immerdar nach Noth sein zugedachtes täglich Brod und ein genügsam Herze!
2. Gib Mäßigkeit und Dankbarkeit, wenn du uns viel be
schieden; und wenn uns weniger bereit, so mach uns doch zufrieden.
Leg uns nur deinen Segen zu; wo man dir traut, erstattest du durch Segen alle Mängel.
3. Gib, daß uns keine Sorge frißt; laß ein abgöttisch Geizen, das alles Uebels Wurzel ist, uns nicht zu Lüsten reizen; laß mich die Lügen nicht zum Schild, das Gold mir nicht zum Gözenbild, den Bauch zum Gott nicht machen.
4. Laß mich nicht Ehre, Lust und Geld mir selbst zum Strick verlangen; gebrauch ich etwa dieser Welt, laß mich nicht daran hangen. Die Zeit ist kurz, uns rust das Grab; laß mich das haben, was ich hab, als wenn ich es nicht hätte.
5. Ach präge stets mir in den Sinn, daß ich, um hauszuhalten, gefeßt in deine Güter bin, fie redlich zu verwalten. Es eilt ja schon der Tag herzu, da willst du, daß ich Rechnung thu von allen deinen Gütern.
6. Gib Frieden und Zufriedenheit auf allen unsern Wegen; verleih uns fromme Obrigkeit und fröne sie mit Segen; die Untern lehre insgemein gewissenhaft, gehorsam seyn und für die Obern beten.
7. Laß deiner Gnade Sonnen
schein in unserm Lande glänzen; laß keine Feinde bei uns ein und schüße unsre Grenzen; laß deiner Engel starke Schaar um uns bei drohender Gefahr zur festen Mau
er werden.
Ph. Fr. Hiller, gcb. 1699,+ 1769.
Mel. Straf mich nicht in deinem 2c. et- Gemeine, heilge dich 29. Bet mit dem heilgen Dele; Jesu Geist


