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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Gebetlieder.

gen recht gethan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psal­men sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich find; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugniß meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sey, daher ich Abba, lieber Vater! schrei.

5. Wenn dieß aus meinem Herzen schallet durch deines heil­gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab gethan.

6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht, und wird ge­wiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin.

7. Wohl mir, daß ich dieß Zeugniß habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und thust über­schwänglich mehr, als ich ver­stehe, bitte und begehr.

8. Wohl mir! ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rech­ten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in

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Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit!

Barthol. Craffelius, geb. 1677,+ 1724.

Mel. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz zc.

27. Gedenke mein, mein lieb­ster Gott, im besten! Ich hoff auf dich; wes soll ich sonst mich trösten? Das soll mein Trost im Tod und Leben seyn, wenn du nur sprichst: Mein Kind, ich denke dein.

2. Gedenke mein; doch denke nicht zum Schaden der Sünden­schuld, damit mein Herz be laden. Es reuet mich, was ich von Jugend an, auch unerkannt, hab wider dich gethan.

3. Gedenke mein um meines Jesu willen! Laß ihn an mir sein Denkwort auch erfüllen und gültig seyn bei dir: es ist voll­bracht. Sein Blut und Tod hat alles wohl gemacht.

4. Gedenke mein; wie könntst du mein vergessen? Es war ja schon dein Lieben unermessen zu meinem Heil, da ich noch nichts bedacht; nun hat dein Sohn mich ganz zu dir gebracht. 5. Gedenke mein, wenn ich mein Herz ausschütte, um etwas Guts im Namen Jesu bitte. Dein heilger Geist steh meiner Schwachheit bei, daß jeder Wunsch in Jesu Amen sey.

6. Gedenke mein, daß ich stets christlich lebe, mit allem Ernst den Sünden widerstrebe. Ach, wirk in mir das Wollen und die That; mein Lebenlang sey du mein treuer Nath.

7. Gedenke mein und lasse mir

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