Erstes Buch. Eilftes Kapitel. 25
schickt und nüßlich ist, zu reden, nur von Gegenständen reden, die zur Erbauung die nen. Ueble Gewohnheit und Vernachlässigung unserer eigenen Besserung sind meist die Ursachen unsers unbehutsamen Schwaßens. Eine fromme Unterredung jedoch über geistliche Dinge trägt nicht wenig bei zum Wachsthum im Guten, besonders wenn Menschen von gleichem Geiste und Herzen sich in Gott vereinigen.
Silftes Kapitel.
Von dem Streben nach Frieden und Vollkommenheit.
1.
Erroßen Frieden könnten wir haben, wenn
wir uns nicht um das Reden und Thun Anderer bekümmerten, das uns nichts angeht. Aber wie kann der wohl lange im Frieden leben, der sich in fremde Argelegenheiten mischt, und auswärts Zerstreuungen sucht, und nur selten oder wenig sich zu sammeln strebt? Selig, die in Einfalt ihres Herzens leben, denn sie werden großen Frieden genießen!
2. Warum sind wohl einige Heilige so vollkommen und mit Betrachtung göttlicher Dinge unermüdet beschäftigt gewesen? Weil sie alle irdischen Begierden in sich zu unterdrücken bemüht waren, und deßwegen frei und ungehindert ihr ganzes Gemüth auf Gott richten


