der oftmaligen hl. Kommunion.
Seele zu schaben, und sie ewig unglücklich zu machen, den Gebrauch dieses Mittels nicht vernachlässigen. Oder sage mir, christliche Seele, wie wirst du den schmalen, rauhen und gefahrvollen Weg zur Tugend, zum Himmel sicher wandeln, wenn du deine schmachtende Seele nicht immer mit dieser Himmelsspeiſe nährest? Wo findest du die heilende Arznei wider deine täglichen Gebrechen? Woher empfängst bu Stärke, um den beständigen Reiz deines Fleisches zu besiegen, und wider die Angriffe des Versuchers zu kämpfen? Nur durch den öftern Genuß der göttlichen Seelenspeise wirst du endlich alle deine Feinde besiegen, und dein Ziel, den Himmel erreichen. Je öfter du kommunizirest, desto eher werden deine täglichen Gebrechen geheilt; desto mehr wirst du in der heiligmachenden Gnade befestiget, desto reiner und schöner wird deine Seele, desto größer dein Eifer zur Uebung der Tugend und guter Werke, desto flammender wird deine Liebe zu Jesus, desto inniger die Vereinigung mit ihm, dem Bräutigam deiner Seele! Doch du fönntest einwenden, wie es auch wirklich viele thun: 20
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Ich getraue mir nicht, so oft die heilige Kommunion zu empfangen, weil ich dieser Gnade nicht würdig bin.
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Ich antworte darauf: Es ist recht, daß du deine Unwürdigkeit erkennest und dich bemüthigest, aber, fragt der fromme Geisteslehrer Cassianus: Wer ist demüthiger, berjenige, welcher oft, oder derjenige, welcher selten fommunizirt? und er antwortet: berjenige sei demüthiger, welcher öfter Jesum Christum, empfängt. Denn weil ein solcher sein Elend besser tennt, so sucht er auch öfters Hilfe gegen dasselbe. Auch der hl. Thomas sagt, daß, wenn es gleich Gott


