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Kommunionbüchlein für Alle, die den Herrn Jesum lieb haben / von Georg Ott
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der oftmaligen hl. Kommunion.

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also genossen die ersten Gläubigen aus den Händen der heiligen Apostel beim heiligen Meßopfer die heilige Kommunion. Sie waren von den Aposteln genau unterrichtet, welcher Trost und welche Stärkung in der heiligen Kommunion enthalten sei, darum wollten fie auch nicht unterlassen, was ihre Vollkommenheit so sehr befördern konnte.

Dieser Eifer der ersten Christen, die heilige Kom­munion täglich zu empfangen, währte bis zur Zeit des heil. Hieronymus, der im Jahre 420 n. Chr. starb, und bezeugt, daß die Gläubigen zu Rom und in Spanien die heilige Kommunion täglich empfangen. Allein nach und nach nahm dieser Eifer mit der Frömmigkeit ab, aber nicht, ohne daß heilige Bischöfe und Priester und heilige Concilien zur öftern heiligen Kommunion mahnten und aneiferten und sogar die Lauen mit kirchlichen Strafen bedrohten. Leider aber griff im Laufe der Zeit die Lauigkeit noch weiter um sich, und Papst Fabian sah sich daher gezwungen, zu verordnen, daß alle Gläubigen wenigstens dreimal im Jahre, nämlich: zu Ostern, Pfingsten und Weih nachten kommuniziren sollten.- Zuletzt aber fah sich Bapst Innocenz III. genöthigt, die allgemeine Verordnung zu erlassen, daß jeder Gläubige wenig­stens einmal im Jahre und zwar zur österlichen Zeit die heilige Kommunion unter Strafe des Kirchen­bannes empfangen soll, welche Verordnung der heilige Kirchenrath von Trient bestätigte, nicht aber, ohne dabei den Wunsch auszudrücken, daß bei jeder heili­gen Messe die gegenwärtigen Gläubigen nicht nur geistlicher Weise, sondern durch wirklichen Empfang des heiligen Abendmahles kommuniziren möchten, da­mit ein reichlicher Nußen von diesem heiligsten Opfer ihnen zufließen möge.