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Kommunionbüchlein für Alle, die den Herrn Jesum lieb haben / von Georg Ott
Entstehung
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Von den wunderbaren Wirkungen

Die heilige Kirche wünscht also und sieht es gerne, wenn ihre gläubigen Kinder täglich dem Tische des Herrn sich nahen würden, und wenn sie dieses wünscht, so erlaubt sie dir auch, daß du wenigstens öfters christlich fromm kommunizirst. Gewiß würdest du unter die lauen Christen zu zählen seyn, wenn du das Jahr nur einmal oder auch nur zwei- oder brei­mal die heilige Kommunion empfingest. Der heilige Alphons Liguori sagt, daß in der katholischen Kirche immer der häufige, ja tägliche Empfang der heiligen Kommunion von den heiligen Vätern gelobt worden sei, und dieser. Heilige hat auch mehrere Abhandlun­gen geschrieben, in welchen er zur häufigen Kommu­nion mahnet. In einer derselben schreibt er also: Wenn wir die Sache, nämlich die öftere, häufige, heilige Kommunion näher betrachten, so kann man nicht daran zweifeln, sagt der heil. Thomas, daß die häufige, ja sogar tägliche Kommunion an und für sich sehr nützlich sei, aber in Bezug auf den, der sie empfängt, ist sie nicht einem Jeden, der sich im Stande der Gnade Gottes befindet, ohne allen Unterschied dienlich, sondern nur dem, der sie mit geziemender Vorbereitung empfängt. Wer freiwillig läßliche Sün­den begeht, z. B. mit Bedacht lügt, oder sich eitel kleidet, oder gegen Jemand eine Abneigung hegt oder andere ähnliche Fehler begeht, und sich daran nicht bessert, der kann höchstens alle acht Tage einmal zur Kommunion gehen, damit er wenigstens die nöthige Kraft erlange, um nicht in schwere Sünden zu fallen. Hingegen kann der Beichtvater demjenigen, welcher gar keine Neigung zu einer läßlich- sündhaften Sache hat, der die freiwilligen, läßlichen Sünden meidet und dem Gebete und der Abtödtung seiner Leiden­schaften und seiner Sinne obliegt, wohl erlauben, die

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