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Vom Gebete überhaupt.
find sie doch verbunden, das Beten, diese zu unserm Heile so unentbehrliche Handlung so oft als möglich zu wiederholen, und dabei alles dasjenige sorgfältig zu vermeiden, was ihr Gebet unwürdig machen kann, der göttlichen Majestät vorgetragen zu werden. Ein unwürdiges Gebet ist noch etwas schlimmeres, als gar keines. Dieser Umstand verbindet die Christen, nicht nur die Zerstreuungen zu vermeiden, in welche man so leicht beim Gebete fallen kann, sondern auch noch weit mehr die Quellen der Zerstreuungen zu verstopfen; weil diese die Seele mit nichtigen und irdischen Gedanken und Vorstellungen erfüllen und sie somit ganz unfähig machen, sich mit Gott zu beschäftigen.
Wären die Menschen für ihr geistliches Wachsthum und für das Heil ihrer Seelen, so, wie sie sollten, besorgt: sie würden ein dazu so nüßliches Mittel nicht so leicht verabsäumen und sich vielmehr angewöhnen, für Gott und für den Umgang mit ihm durch das Gebet, sehr viele kleine Augen


